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1. Herren: Marathonspiel endet mit Happy End

1. Herren | Saarlandliga | 23.09.2017

Ausgangslage

Dreieinhalb Wochen nach unserem letzten Spiel durften wir endlich wieder an die Platte. Am vierten Spieltag war mit dem TTC Lautzkirchen, ein vom Papier her, gleichwertiger Gegner zu Gast. Wir standen bei bisher zwei Einsätzen: auf die Niederlage zum Saisonstart beim ATSV Saarbrücken, folgte mit dem Heimsieg gegen Schwarzenholz das erste Erfolgserlebnis. Die Gäste aus Lautzkirchen absolvierten gar erst eine Partie, diese allerdings erfolgreich. Eine wegweisende Partie für beide Mannschaften: mit einem Sieg kann man sich erstmal im oberen Teil der Tabelle festsetzen. Mit einer Niederlage steckt man vorerst im Abstiegskampf fest.

Bei uns durfte Patrick endlich sein langersehntes Saisondebüt feiern. Wir stellten uns daher wie folgt auf: Lucien, Markus, Christian S., Patrick, Matthias N. und Charly. Die Gäste traten in Bestbesetzung an.

Spielbericht

Unserem Doppel Eins merkte man zu Beginn die fehlende Abstimmung an. Diese wurde von Satz zu Satz besser. Nach erfolgreicher Abwehr von Matchbällen im dritten Satz, drehte sich das Momentum auf unsere Seite (3:2). Mit Markus/ Charly hatten wir unsere Wundertüten an Position Zwei gepackt. Man begegnete dem gegnerischen Doppel Eins auf Augenhöhe, hatte nach fünf Sätzen aber das Nachsehen. Auf zwei Fünfsatzkrimis folgte ein Dritter: bei Christian/ Matthias wechselten Auf und Abs in regelmäßigen Abständen. Am Ende hatten wir das Glück auf unserer Seite. Nach den Doppel stand eine 2:1 Führung auf dem Tableau.

Unsere Nummer Eins, Lucien, suchte immer noch den 'Flow' aus der vergangenen Runde: nach gewonnenem ersten Satz lief er nur noch hinterher, gab aber nicht auf und konnte uns tatsächlich den ersten Einzelsieg sichern (3:2). Markus kam nicht ins Laufen und musste die Stärke des Gegners neidlos anerkennen (0:3). Unsere beiden Ballmaschinen, Christian S. und Patrick, versuchten sich in der Mitte. Wir können hier getrost von 'Versuchen' reden: wenn Bewegungsallergiker, Christian, die Rückhand mehrmals umläuft (!) und Patrick wieder mehr mit sich selbst kämpft als mit dem Gegner, dann kann man erahnen wie die Spiele gelaufen sind. Christian unterlag nach vier, Patrick nach fünf Sätzen. Aus einer 3:1-Führung wurde ein 3:4-Rückstand. Charly trieb den Mannschaftskollegen die Tränen in die Augen: von himmelhoch jauchzend zu zu tode betrübt und das in beide Richtungen, mehrmals im Spiel. Am Ende ging der nächste 5-Satz-Marathon über die Bühne. Auch hier mit dem besseren Ende für uns. Matthias sicherte uns zur Halbzeit wieder die Gesamtführung: souveräne Vorstellung mit einer kleinen Schwächephase im vierten Satz.

Auch Lucien konnte nichts gegen die gegnerische Nummer Eins ausrichten. Mehr als ein Satz war ihm nicht gegönnt (1:3). Markus kam auch im zweiten Einzel des Tages nicht ins Rollen und musste sein Einzel nicht unverdient abgeben (2:3). Unsere Mitte musste dann Wiedergutmachung betreiben. Christian machte den Start: schön wars, wie gewohnt, selten, aber am Ende zählt das Ergebnis und das passte (3:1). Auch Patrick legte eine andere Einstellung an den Tag und siegte ebenfalls nach vier Sätzen. Die Vorteile im hinteren Paarkreuz zeigten sich dann auch in der zweiten Runde. Auf der einen Seite Stoiker, Matthias, auf der Anderen Vulkan, Charly. Während Matthias das gewohnte Offensivfeuerwerk erfolgreich abbrannte, sorgte Charly wieder für die emotionalen Höhepunkte. Bei beiden stand am Ende allerdings das gleiche Ergebnis: ein Viersatzerfolg. Damit verbunden dann ein 9:6 Sieg.

Ein hartes Stück Arbeit. Die Führung wechselte merhmals während des Spiels. Wie schon gegen Schwarzenholz war eine geschlossene Mannschaftsleistung der Schlüssel zum Erfolg. Nach dem 5:6 Rückstand hatten wir den 'Beast Mode-Button' aktiviert. Herauszuheben ist unser hinteres Paarkreuz und besonders Matthias.

Mit dem zweiten Sieg im dritten Spiel hat man sich vorübergehend Luft im Abstiegskampf verschafft und kann die nächsten Aufgaben ohne den großen Druck angehen.

Vorschau

In genau einem Monat steht unser nächstes Spiel auf dem Plan: dann sind wir bei Hasborn zu Gast. Hasborn steht bei einem ausgeglichenen Punkteverhältnis, allerdings mit einem wesentlich härteren Auftaktprogramm als wir. Die Gastgeber konnten am ersten Spieltag Meisterschaftsmitfavorit, Oberwürzbach, ein Unentschieden abtrotzen. Daher gehen wir, einmal mehr, als Außenseiter ins Spiel.