Ab in die Saarlandliga!
Die Zwote Herren ist Meister in der Landesliga und spielt nächstes Jahr in der höchsten Klasse des Saarlandes.
(Shortcut für Eilige: wer nur 20 Sekunden Zeit hat, kann hier abbrechen und gleich zu der Saisonanalyse in 6 gereimten Zeilen ganz ans Ende scrollen)
„Neun Tor haben wir geschossen, nur fünfe reingekriegt!“ so der Duschchor nach dem Heimsieg gegen Hochwald, mit dem Meisterschaft und Aufstieg einen Spieltag vor Rundenende wegen des günstigen Ergebnisses im Parallelspiel der Verfolger beim ATSV (9:1 für ATSV gegen Fraulautern) feststanden und gefeiert werden wollten.
Meisterschaft und Aufstieg, damit wäre im vierten Jahr der Zwoten in der Landesliga nicht unbedingt zu rechnen gewesen. Aber einigen Hasardeuren aus dem Kreis der Spieler gierte es nach mehr Abenteuer, noch mehr weite Fahrten und noch stärkere Gegner, und so beschloss man auf der Abschlussfahrt der Saison 24/25 das Saisonziel Aufstieg. Nur: erzählen durfte man das (7. Platz im Vorjahr) keinem. Falls es richtig nach hinten losgehen würde, wäre das zu peinlich.
Und eigentlich schien die enorm ausgeglichene Klasse dieses Jahr für die Zwote (aus Sicht der Langweiler im Team) genau die richtige Heimat. Fast jedes Spiel mit knappem Ausgang, und gegen die Merziger, zu denen ein fast herzliches Verhältnis besteht, gelang kein Sieg (leider müssen sie trotz der 2 Saar 05-Punkte die Klasse doch wieder Richtung Bezirk verlassen).
Der Start in die Saison war wie immer verhalten und verriet noch wenig von dem hohen selbstgesteckten Ziel: Nach den Spielen gegen Rimlingen-Bachem und Merzig war die Bilanz 1:3, dann ein klares 9:7 gegen Rastpfuhl (die am Ende leider auch absteigen müssen). Erstmals das 9:1 gegen Werbeln offenbarte das (positive) Potential, und nach dem 9:5 Heimsieg gegen den ATSV und dem 9:7 gegen die starke Gersweiler Mannschaft war allen klar: Es ist alles drin.
Klar: auch deswegen, weil keine der ganz starken Mannschaften stets komplett spielen konnte, außer vielleicht Fraulautern, die aber eine sehr matte Hinrunde hinlegten.
Nach einem Sieg in Elm (erstmals schallten hier „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hej hej hej!“ – Rufe durch die Halle, weil ATSV mit einem Spiel im Rückstand war) nach dem Motto: man muss feste feiern wenn sie fallen, hieß es dann wie üblich:
Das ganze Saarland wird durchreist, wenn der Gegner Hochwald heißt.
Und dort gibt es, wie Du weißt, eine Klatsche, allzumeist.
Zum Advent gab´s noch ein 9:7 gegen Fraulautern, ehe im neuen Jahr die Rückrunde genauso anfing wie die Hinrunde: Niederlage gegen Rimlingen-Bachem, Unentschieden gegen Merzig. Dann wieder drei Siege (zweimal davon 9:7), wieder Spitzenreiter, bis zum vorentscheidenden Spiel gegen ATSV beim ATSV. Dieses Auswärtsspiel ist eigentlich nie zu gewinnen, sodass das 8:8 dort mit einem Schlussdoppelsieg quasi das Maximum des Möglichen war. Dann noch einmal Elm und dann das Rückspiel gegen Hochwald, die nicht ganz komplett waren. Tja, und dann war´s geschehen.

vl: Arne, David, Tom, Andy, Thorsten, Julius, Florian
Auf dem Foto fehlen Aref, der grad Papa geworden ist, Kolbi, Lucien, die Kneip-Brothers Florian und Dominik, und Peter.
Zum Geheimnis des Erfolges: Rückblickend kann man sagen, dass sechs Aspekte in ihrem einzigartigen Zusammenwirken entscheidend zum Titelgewinn beigetragen haben.
- Wir singen! (bester Duschchor des Saarlandes)
- Wir haben einen Duschbierkasten.
- Wir haben einen reimenden Käpt´n
- Wir können Doppel
- Wir haben super Fans
- Wir können Stimmung!
Okay, jetzt ist es kein Geheimnis mehr.
Zum letzten Spiel ging es dann mit einer beruhigenden Gewissheit nach Fraulautern und den schönen, anfangs erwähnten Versen zur Begrüßung:
Vom ersten Spieltag an hat sich´s gezeigt:
Wir sind dem Bier nicht abgeneigt.
Viel Alkohol, wenig Talent,
Das Training ham wir oft verpennt.
Das Wunder könnt nicht schwerer wiegen,
Saar 05 Zwo ist aufgestiegen.
